Matthias Bettinger

RACEnews | Grand Raid Bvcs

125km / 5025hm / 7 Stunden 16 Minuten / Platz 48.

 
Das sind die harten Zahlen zum Grand Raid BVCS 2021.
 
Es ist wie eine Sucht, einmal gestartet kommt man immer wieder zu diesem „Alpenrennmonster“. Mich hat dieses Monument des Mountainbike Marathon Rennsport einfach gepackt. Nach meinem Sieg auf der zweit längsten Strecke 2016 mit Start in Nendaz, dem 11. Platz 2017 und dem Ausstieg 2019 stand in diesem Jahr der vierte Start beim Grand Raid an.
 
Nicht meine beste Rennzeit und auch nicht der Rang in der Ergebnisliste den ich mir erhofft habe.
 
Doch bei diesem Klassiker, über die Walliser Berge, ist durchkommen schon eine Herausforderung und das Ziel in Grimentz zu erreichen ist das besondere das dieses Rennen ausmacht.
 
Hier einmal der Tagesablauf.
 
4:00 Uhr Ding Ding, der Wecker klingelt und zack nochmal die Schlummertaste gedrückt. 
 
4:10 Uhr jetzt aber schnell raus aus dem Bett und das Müsli auf den Löffel.
 
5:45 Uhr rauf aufs Rad und die Beine zum Warmfahren motivieren.
 
6:15 Uhr Startaufstellung, kurzer Plausch mit den Mitstreitern.
 
6:30 Uhr es ertönte der Startschuss in Verbier.
 
Ca. 10:13 Uhr der Mandelonpass steht im weg. Die Auffahrt ist relativ unspektakulär auf einem kleinen Sträßchen kurbelt man hinauf doch fast oben angekommen geht es in den Höhentrail mit allem was Mountainbikesport zu bieten hat. Hoch lief es ganz gut doch im Trail lief es sehr zäh und ich kämpfte mit den Steinen die den Pfad pflasterten.
 
Ca. 12:30 Uhr das größte und in dieser Art sicher einzigartige Hindernisse auf der 125km langen Strecke ist der Anstieg zum Pas der Lona. Eine mit Schotter bestückte Schiebepassage die bis auf über 2800hm hinauf führt. Einfach unglaublich das hier alle vier Streckenlängen hoch Schieben und noch unglaublicher wie fair die Kurzstrecken Fahrer Platz machen und dich als Verbier Starter anfeuern. 
 
Ich hatte auch in diesem Jahr den besonderen Luxus einen Betreuer am Pas de Lona zu haben. Mein bester Kumpel Daniel Kuss warte im oberen Drittel und reichte mir meine Trinkflasche und noch wichtiger er leistete wichtige Motivation’s Arbeit. 
 
Ich konnte einen guten „Schritt Schieben“ und den einen oder anderen Fahrer überholen.😉
 
Doch diese revanchierten sich leider in der Schlussabfahrt wieder. 🙄
 
13:46 Uhr endlich ist sie zu sehen die Ziellinie im Großen Festzelt in Grimentz. 
 
Einen riesigen Dank an mein Betreuer Team für die perfekte Unterstützung an der Strecke. 
 
Euer Matze

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