Matthias Bettinger

RACEnews | GrandRAID

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Die Mutter aller Alpen RennMonster ist besiegt!!! ­čśë

Mir f├Ąllt es immer noch etwas schwer meine Eindr├╝cke und Erlebnisse in Worte zu fassen. Auch auf den Bilder kann man diese beeindruckende Landschaft aber auch die H├Ąrte dieses Monoments zu erkennen. In seiner 28. Auflage ist der Grand Raid der ├Ąlteste Mountainbike Marathon Europas und z├Ąhlt mit seiner K├Ânigsdisziplin von 125km und 5000hm und der legend├Ąren 300hm Lauf/Schiebepassage hinauf zum Pas de Lona zu den Spektakul├Ąrsten.

Nach meinem Sieg und dem Streckenrekord auf der zweiten l├Ąngsten Strecke im letzten Jahr nahm ich in diesem Jahr die K├Ânigsdistanz mit Start in Verbier unter meine Schwalbe Stollen Reifen.

Beim GrandRAID ist alles etwas au├čergew├Âhnlicher als bei anderen Rennen. So findet am Tag vor dem Start ein Bike Check statt, bei dem jeder Fahrer sein Bike zur Technischen Begutachtung vorstellen muss. Ohne diese Vorstellung kein GrandRAID Aufkleber auf dem Bike und ohne Sticker kein Start. Ich, besser gesagt mein Scott Scale Rennbike ├╝berstand den Check nat├╝rlich ohne Probleme.  Nun stand einem Start am Samstagmorgen p├╝nktlich um 7:00 Uhr nichts mehr im Wege.

Mein selbst gestecktes Ziel unter die Top 15 zu fahren, wankte etwas als ich mich im mit vielen Internationalen Top Langstrecken Spezialisten best├╝ckten ersten Startblock auf den Startschuss wartete. Doch ich fand gut ins Rennen und konnte mich gut in der ersten Gruppe festsetzen mit der ich auch den ersten gro├čen Pass ├╝berqueren konnte. In der Abfahrt teilte sich diese Spitzengruppe immer wieder in kleinere Gr├╝ppchen die aber immer wieder aufschlie├čen konnten.

Kurz vor dem Anstieg in Richtung Mandelon (siehe H├Âhenprofil) musste ich eine kleine L├╝cke lassen und entschied mich mein Tempo zu fahren. Auch weitere Fahrer konnten dem Tempo Diktat von Urs Huber (Vorjahressieger und Streckenrekordhalter) nicht mehr folgen. Der H├Âhentrail des Mandelon Pass war in diesem Jahr sehr schwer zu fahren. Die Steinplatten und Abs├Ątze waren extrem rutschig durch den Regen des Vorabends. Ich fand aber eine gute und einigerma├čen schnelle Linie in Richtung Eison.

Ab hier „nur noch“ ein Berg!!!
Das beste beim GrandRAID kommt zum Schluss!!! 
Pas de Lona  

Das hei├čt erst mehr als 1000hm Anstieg im Rennsattel, knapp 300hm nach dem Motto wer sein Mountainbike liebt der schiebt und als Kirsche auf der Torte noch eine 200hm Gegenwelle, auf die eine super schwere und fahrtechnisch schwierige Schlussanfahrt folgte. Nach ungef├Ąhr der H├Ąlfte des Anstiegs kam Christoph Sauser, der nach einem Platten zu einer Aufholjagd ansetzte. Ich konnte das Tempo von ihm aufnehmen und so holten wir im Doppel noch drei Fahrer vor der Lauf/Schiebepassage ein. Kurz vor dem steilsten Schiebeabschnitt schob mich dann die Mountainbike Legende und gro├čes Vorbild Christoph Sauser am legend├Ąren Anstieg aus den Top 10. Ich hatte „nur“ ein kleines Loch doch in der Gegenwelle und der Abfahrt spielte Christoph sein Fully und seine Erfahrung voll aus. So durchquerte ich das Ziel Zelt  in Grimentz nach 6Stunden35min14sec auf einem super guten 11. Platz.

Ich hoffe ich konnte euch die vielen Eindr├╝cke und Erlebnisse in dieser RACEnews Ausgabe gut r├╝berbringen und hoffe ihr hattet genauso viel Spa├č beim lesen wie ich beim fahren.

Gru├č Matze

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© 2020 Matthias Bettinger

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